Ein Interview mit Christos Moysiadis, Atlassian Software Developer bei GlobalLogic Germany

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Zuerst herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Launch der Atlassian Marketplace App, die du für GlobalLogic gestaltet hast! Letzten Monat konnte sich das GlobalLogic Atlassian Team in Stuttgart über den Launch einer neue Atlassian Marketplace App namens „Epic Subtask Issue Viewer“ freuen, die du mit der Unterstützung deines lokalen Teams entworfen hast.

Warum Christos ein Atlassian Software Developer wurde

Warum hast du dich für Atlassian als Fachgebiet entschieden? Was reizt dich als Entwickler an der Atlassian-Welt und ihren Produkten?

„Ich habe nicht Atlassian gewählt, Atlassian hat mich gewählt“ … Mit diesem Satz fange ich immer an, wenn ich gefragt werde, warum ich der Atlassian-Welt beigetreten bin. Ich habe meine Karriere als Java-Entwickler begonnen, aber Atlassian bot mir die Möglichkeit, Entwicklungs- und Organisationsfähigkeiten zu kombinieren. Es war also eine leichte Entscheidung, die Richtung zu wechseln.

Ich kann ehrlich sagen, dass ich Jira liebe, so wie auch die anderen Atlassian-Produkte. Atlassian stellt all diese Tools zur Verfügung, die mir das Gefühl geben, einen Ort zu haben, an dem ich alles, was ich will, mit wenigen Klicks kombinieren kann: meinen Workload organisieren, einen Ort, um Probleme zu verfolgen, ein erstaunliches Knowledge-Base-Tool, um Informationen zu dokumentieren und natürlich das Wichtigste, den Überblick über den Code zu behalten.

Fangen wir am Anfang an: Wie hast du von der Stelle bei GlobalLogic Germany (ehemals Meelogic) erfahren und warum hast du dich beworben?

Ich war auf der Suche nach einer beruflichen Veränderung, um Administration und Beratung zu kombinieren, und GlobalLogic (ehemals Meelogic) erschien auf meiner Suche zuerst, von allen anderen im Markt. Ich war auch auf der Suche nach einem erfolgreichen und vielversprechenden Atlassian-Partner, bei dem ich meine Fähigkeiten schnell ausbauen kann. Besonders nach dem Vorstellungsgespräch hatte ich sofort das Gefühl, dass das Unternehmen zu meinem Profil und ich zum Unternehmen passe, und so bin ich hier.

Warst du schon immer ein Atlassian Software Entwickler und wie hat sich deine Rolle im Unternehmen vom Beginn bis heute entwickelt?

Eigentlich nicht, ich habe als Java-Entwickler angefangen und bin dann in die Rolle eines Atlassian-Administrators gewechselt. Bei GlobalLogic wurde ich ein Atlassian Technical Consultant. Die Rolle des Atlassian Software Entwicklers ist nur eine zusätzliche Unterrolle.

Was sind deine alltäglichen Aufgaben?

Meine Aufgaben variieren jeden Tag und das ist es, was ich an meiner jetzigen Position wirklich spannend finde. Ich unterstütze und berate ständig einige unserer KundInnen und seit den letzten Monaten bin ich der leitende Entwickler unserer neuen Atlassian Marketplace-App „Epic Subtask Issue Viewer„. Ich muss den Code pflegen, neue Funktionen entwickeln und Support leisten, wenn Probleme auftreten.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Atlassian Software Entwickler aus, gibt es etwas, das du hervorheben möchtest?

Auch ein Atlassian Software Entwickler zu sein ist faszinierend, denn es ist eine brandneue Welt in der Cloud, nach der Veröffentlichung der Atlassian Forge Plattform. Wie immer folgt sie den Regeln der Entwicklung, aber sie ist schneller, so dass man als Entwickler ständig über die Änderungen informiert bleiben muss.

Wann und wie genau hast du deine Karriere begonnen? Was genau hast du studiert und wo?

Nach einem Urlaubsaufenthalt in Deutschland hatte ich im Juni 2018 die Chance, in einem seit 30 Jahren etablierten und erfolgreichen Softwareentwicklungsunternehmen in Baienfurt meine Karriere zu starten. Studiert habe ich am Alexander Technological Educational Institute of Thessaloniki, Griechenland und mein Titel ist Information Technology Engineer. Die Bereiche, die ich studiert habe, beinhalten einen theoretischen und praktischen Hintergrund in den meisten IT-Bereichen.

Kenzeption und Entwicklung einer Atlassian Marketplace App

Wie bist du bei GlobalLogic dazu gekommen, eine App für deine KundInnen zu entwickeln? Woher kam die Idee?

Viele KundInnen zu unterstützen, gibt einem die Möglichkeit, tatsächliche Kundenprobleme zu sehen. Die Idee für die App entstand durch die Interaktion mit einem Kunden, während ich die Instanz betreute. Ich bemerkte, dass es ein Thema gab, das Jira standardmäßig nicht lösen kann. Die Frage, die sich also stellte, war: „Warum nicht selbst etwas entwickeln?“. Außerdem wollte ich mir „die Hände schmutzig machen“ und mit etwas Neuem (der Atlassian Forge-Plattform) arbeiten und ihre Möglichkeiten kennenlernen.

War es etwas, wozu du aufgefordert wurdest?

Nein, ich wurde nie aufgefordert, dies zu tun. Das war meine Entscheidung.

Hattest du ein Team, das dich bei der Entwicklung unterstützt hat?

Derzeit kann das Team mit dem Ausdruck One-Man-Show beschrieben werden. Leider erlaubt es die Atlassian Forge Plattform, auf der das Plugin entwickelt wird, im Moment nicht, dass viele BenutzerInnen parallel Änderungen an der App vornehmen können. Für die Zukunft hoffe ich, dass das Team wachsen wird.

Für Testzwecke und andere Backoffice-Aufgaben ist das Team natürlich groß. Und hier möchte ich ihnen allen noch einmal danken!

Welches Wissen oder welche Fähigkeit hast du bei der Gestaltung dieser App am meisten gebraucht und welche Fähigkeiten sind für die Gestaltung einer App im Allgemeinen entscheidend? Woher hast du deine Fähigkeiten?

Epic Subtask Issue Viewer“ wird in der Cloud gehostet, was aus technischer Sicht bedeutet, dass EntwicklerInnen Erfahrung in der Webentwicklung haben sollte. Außerdem ist das Design einer Anwendung wichtig. Wie wird die App aussehen, ist sie nützlich für BenutzerInnen und KundInnen, welche Probleme löst sie, ist sie einfach zu bedienen? Das bedeutet, dass das Teammitglied auch Erfahrung im Bereich UX/UI haben sollte. Die grundlegenden Fähigkeiten wurden im Studium erworben. Nach dem Studium werden diese Fähigkeiten täglich durch das Lösen von Problemen geschärft. Manchmal ist es eine wirklich gute Übung, das Rad neu zu erfinden.

Wir würden gerne mehr über den Entwicklungsprozess erfahren? Was lief gut, was vielleicht nicht so gut?

Ich kann sagen, dass 95% der Arbeit reibungslos verlief. Natürlich sind die restlichen 5% meistens die wichtigsten, wo die kleinen Details eine große Rolle im ganzen Prozess spielen. Aber im Nachhinein bin ich froh, dass alle Probleme gelöst sind.

Gab es zeitliche Engpässe? Wie verlief die Arbeit während eines geschäftigen Arbeitstages?

Obwohl die Anwendung außerhalb der offiziellen Arbeitszeiten entwickelt wurde und es auch unsere erste Anwendung in der Atlassian-Welt war, gab es keine zeitlichen Einschränkungen. Ehrlich gesagt hat 95% der Entwicklungsarbeit außerhalb der Arbeitszeit stattgefunden. Ich habe viel persönliche Zeit in diese Idee investiert und darauf bin ich wirklich stolz. Natürlich steht das Geschäftliche an erster Stelle. Das bedeutet, dass die KundInnen, die ich unterstütze und für die ich mich engagiere, glücklich sein sollen.

Gab es tägliche Aufgaben, die zuerst erledigt werden mussten UND wie passte das Design einer perfekt funktionierenden JIRA Extension App da hinein?

„Der Kunde kommt zuerst“, dieser Ausdruck beinhaltet alles, woran ich glaube. Der Tag beginnt mit der Beantwortung und Lösung von Kundenproblemen, danach kommen die trivialen Probleme. Das Entwerfen und Veröffentlichen einer perfekt funktionierenden App basiert auf Hingabe, Geduld und Engagement, um das Ziel zu erreichen. Aus diesem Grund habe ich persönliche Zeit investiert und die Ergebnisse zeigen sich bereits, wenn jemand nach der App im Atlassian Marketplace sucht.

Christos über die Zukunft bei GlobalLogic.

Wie geht es weiter mit dem „Epic Subtask Issue Viewer“?

„Epic Subtask Issue Viewer“ ist eine einfach zu bedienende Anwendung, die Informationen auf der obersten Ebene effizient und schön an den oder die EndanwenderIn bringt. Es gibt bereits Ideen, die in naher Zukunft umgesetzt werden sollen. Es gibt auch Ideen, die App so zu erweitern, dass sie mit anderen Atlassian-Tools kompatibel ist. Aber das ist noch ein Geheimnis…

Wo stehst du heute als Softwareentwickler im Vergleich zu damals, als du angefangen hast?

Wenn ich mich selbst 4 Jahre in der Vergangenheit betrachte und versuche, einen Vergleich anzustellen, dann könnte ich ganz einfach sagen, dass ich derselbe eifrige Lerner bin, nur mit mehr grauen Haaren auf meinem Kopf. Neben dem Spaß sind aber auch meine Fähigkeiten exponentiell gewachsen und ich bin in der Lage, Muster und Lösungen in schwierigen Problemen leichter zu erkennen. Dies ist der größte Gewinn, den ich aus meiner Position ziehen kann, nämlich die KundInnen von GlobalLogic. Dafür möchte ich mich bei GlobalLogic und auch bei meinem Direktor bedanken, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, dies zu tun.

Und wie geht es für dich weiter? Hast du im Moment ein nächstes Ziel vor Augen und was ist es? Gibt es Pläne, eine weitere App zu entwickeln?

Ich möchte das Interview mit einem Zitat meines Landsmannes Konstantinos P. Kavafis und seinem Gedicht Ithaca schließen… „Die Reise ist viel exquisiter als jede Ankunft am Ziel“. Ich habe meine Ziele bereits vorbereitet und bin gespannt darauf. Apropos neue App, ich habe einige Konzepte im Kopf, die ich meinem Team in naher Zukunft vorschlagen möchte und wir könnten gemeinsam etwas Neues vorbereiten.

Herzlichen Dank für das Interview, Christos!

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