Schluss mit Zoom Fatigue – So bleiben Sie produktiv im virtuellen Team

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Schluss mit Zoom Fatigue – So bleiben Sie produktiv im virtuellen Team

Videokonferenzen prägen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie unseren Alltag. Notgedrungen wurden Besprechungen ins Virtuelle verlegt und so auch die Digitalisierung vorangetrieben. Und in vielen Fällen zeigte sich auch schnell, einiges lässt sich auch online gut realisieren, nicht immer ist z.B. eine Dienstreise notwendig und auch virtuell kann man den Kontakt zum Team aufrechterhalten. Doch Videokonferenzen sind auch kräftezehrend. Wir zeigen, was sich hinter Zoom Fatigue verbirgt und was Sie gegen die Bildschirm-Müdigkeit tun können.

DIE URSACHEN

Wer Zoom Meetings, MS Teams Besprechungen, Skype Calls oder Ähnliches häufig nutzt, kennt das Phänomen: die Zoom Fatigue. TeilnehmerInnen virtueller Besprechungen fühlen sich schnell müde und ausgelaugt. Dabei haben sie sich den ganzen Tag kaum bewegt.

In Zeiten zunehmender Digitalisierung steigt für viele Menschen die Frequenz, mit der sie an Video- und Webkonferenzen, Online-Meetings, Video-Chats oder Webinaren teilnehmen. Zoom Fatigue bezeichnet dabei die Müdigkeit und Erschöpfung, die dadurch ausgelöst wird, abgeleitet von einem der bekanntesten Videokonferenztools „Zoom“ und dem Englischen Wort für Ermüdung „fatigue“.

GRÜNDE FÜR ZOOM FATIGUE:

  • Technische Probleme
  • Erschwerte Bedingungen durch Home Schooling, Haustiere, Arbeitsumgebung…
  • Back-to-Back Meetings ohne Pausen dazwischen
  • Verstärkte Selbstaufmerksamkeit durch die Kamera
  • Körpersprache des Gegenübers kaum sichtbar

TIPPS

Wissen wir nun um die Ursachen für Zoom Fatigue, stellt sich die Frage, mit welchen einfachen Maßnahmen sich dem entgegenwirken lässt ohne gleichzeitig auf die Vorteile der Digitalisierung unserer Arbeitswelt zu verzichten. Wir haben einige Tipps gesammelt:

  • Planen Sie einen aktiven Ckeck-in und auch Check-out für Ihr Meeting ein. Dabei notieren die TeilnehmerInnen beispielsweise, welche Ziele sie für das Meeting haben, meditiert kurz gemeinsam oder schreiben die Learnings auf. Auf diese Weise gelingt es allen wirklich anzukommen, sich auf die Themen der Session zu fokussieren und vorangegangene Besprechungen loszulassen.
  • Hintergrundgeräusche möglichst reduzieren. Es ist hilfreich wenn die TeilnehmerInnen ihre Mikrofone stumm schalten, sofern sie nicht sprechen. Ermuntern Sie aber alle, ihre Kamera einzuschalten (oder verlangen Sie es von ihnen), um das Engagement hoch zu halten und eine reichhaltigere Kommunikation zu ermöglichen.
  • Planen Sie aktive Pausen ein. Sowohl für Ihre Teammitglieder in einer langen Session also auch ganz individuell für sich selbst zwischen den Meetings. Hier ist das bewusste Ausschalten von Kamera und Ton oder die Integration von Sport in die Pause  zu empfehlen.
  • Entscheiden Sie sich für ein visuelles Tool, um ausgetauschte Ideen festzuhalten. In einer Büroumgebung erfüllen Whiteboards in der Regel diesen Zweck, aber in der virtuellen Welt brauchen Sie eine Art digitales Äquivalent. Miro, ein beliebtes Add-on für Jira, ist dafür gut geeignet, ebenso wie Trello und Mural.
  • Vermeiden Sie Multitasking. Wer parallel zu einer Videokonferenz mit anderen Dingen beschäftigt ist, verschärft das Phänomen. Idealerweise sollte dies vermieden werden. Hier greifen auch die Regeln von klassischen Meetings: wer nichts zu einem Meeting beitragen kann oder will, sollte das Meeting verlassen.
  • Achten Sie auf sich selbst. Überprüfen Sie bspw. Ihre Sitz-/Stehposition und halten Sie ausreichend Trinken griffbereit. Wichtig sind auch regelmäßiges Lüften, immer wieder Aufstehen und falls möglich den Blick schweifen lassen, um die Augen zu entspannen.
  • Limitieren Sie die Dauer der Sitzungen. Formate, die in einem klassischen Umfeld funktionieren, lassen sich nicht immer eins zu eins online reproduzieren. So ist es bspw. deutlich effektiver, aus einem Training, das ursprünglich einen Tag gedauert hätte, zwei Online-Tage zu je 4 Stunden zu machen.
  • Haben Sie Spaß. Sprechen Sie mit Ihrem Team auch über Themen abseits der Arbeit und seien sie empathisch. Oder sie probieren virtuelle Spiele und Teambuilding-Aktivitäten aus, das stärkt den Zusammenhalt sowie Resilienz und Leistungsfähigkeit im Team.
  • Und last but not least: Hören Sie auf sich und Ihr Team. Nicht alles funktioniert in jedem Team. Aber wagen Sie ruhig einmal ein Experiment und entscheiden Sie danach gemeinsam, ob diese Maßnahme als Routine integriert oder besser verworfen werden soll.

Aber nicht nur die steigende Zahl an Video-Calls ist ermüdend, sondern auch die Informationsflut kann ermüdend sein. Atlassian hat viele neue Funktionen für ihre Kollaborationstools gelauncht, die helfen der Informationsflut Herr zu werden, den Wissenstransfer zu steuern und die Arbeit im Team zu strukturieren. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne oder unterstützen Sie bei der Implementierung.

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Solveig Bier

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David Highbarger

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Principal Agile Coach

Viktoria Minholz

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Marie Orschulik

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