Atlassian im Gespräch zu Hybrid oder Remote Work mit Slack und Zoom – Teil 1

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Slack und Zoom im Gespräch mit Atlassian Teil 1: Weist die Zukunft auf „Hybrid-“ oder „Remote-“ Arbeit?

Die Firmenchefs sprechen über die Lektionen, die sie während der COVID-19-Pandemie gelernt haben und neue Perspektiven auf die Arbeit.

Atlassians Mitbegründer und Co-CEO Mike Cannon Brookes hat auf Atlassians jährlicher Konferenz „Team 21“ mit den Gründern und CEOs der Technologie Unternehmen gesprochen, die wie keine anderen für Remote Arbeit stehen – Stuart Butterfield von Slack, und Eric Yuan von Zoom. Wie Atlassians Produkte, bieten auch Zoom und Slack Ihren Kunden breit skalierbare Lösungen an, um effizienter und produktiver zwischen ihren Teams zu arbeiten.

Lesen Sie das gekürzte Gespräch oder schauen Sie das Video zum Austausch der drei CEOs dazu, wie sie ihre MitarbeiterInnen unterstützen seit der Pandemie, über neue Arbeitsstile seit dem „Remote-Arbeitsexperiment“ der letzten Monate, und welche Praktiken diese Führungskräfte in Zukunft beibehalten wollen!

Mike Cannon Brookes, Co-CEO Atlassian: Was macht ihr, um eine gesunde Work-Life-Balance in euren Unternehmen herzustellen? Stuart, wurden Maßnahmen ergriffen, die auf die Firmenkultur oder individuelle Bedürfnisse eingehen? Die Firmenkultur ist ja bei Slack sehr wichtig.

Stuart Butterfield, CEO Slack: Etwa 30 Prozent unserer MitarbeiterInnen haben nach der Pandemie angefangen, was früher bedeutet hätte, dass wir jeden dieser nach San Francisco geflogen hätten. Wir haben Büros in München und Tokio und überall, und sind für eine Woche nach San Francisco geflogen, um die Leute kennenzulernen. Das Team, das für das Onboarding verantwortlich ist, hat sich extrem schnell an die neuen Verhältnisse angepasst, genauso wie die RecruiterInnen. Wir hatten 500 Vorstellungsgespräche vor Ort geplant in der Zeit, als wir die Büros geschlossen haben und haben das geschafft.

Andererseits mache ich mir manchmal Sorgen, dass wir uns auf dem gespeicherten Fett oder dem angesammelten sozialen Kapital ausruhen, das sich im Laufe der Jahre zuvor angesammelt hat. Doch auf der anderen Seite denke ich, dass es ein paar Neuheiten von uns gab. Eines dieser Dinge hieß „Fries“. Das ist, dass MitarbeiterInnen ungefähr einen Freitag pro Monat frei bekommen. Es ist nicht so, als ob wir unverschämt großzügig wären, aber es hat so einen realen Einfluss auf die Leute. Denken Sie einfach nur daran diese freie Zeit zu haben, wenn alle anderen Urlaub nehmen. Das auch aus dem Grund, da, wie wir alle erfahren haben, die EuropäerInnen eigentlich ziemlich schlau sind, alle zur gleichen Zeit in Urlaub zu gehen.

Mike Cannon Brookes: Wir wissen, dass eine starke Kultur super wichtig ist, wahrscheinlich noch wichtiger, wenn die MitarbeiterInnen remote arbeiten. Was meinen Sie dazu, Eric?

Eric Yuan, CEO Zoom: Ja, Amerika, du hast immer noch recht… Also bei Zoom sind unsere Kernwerte „care“. Das heißt, wir kümmern uns um die Gemeinschaft, die KundInnen, die KollegInnen des Unternehmens und auch um uns selbst. In unserer Kultur geht es darum, glücklich zu sein. Das heißt, für mich als CEO des Unternehmens ist es die wichtigste Aufgabe, sicherzustellen, dass unsere MitarbeiterInnen glücklich sind. Ich denke, die gute Nachricht ist, dass wir vor der Pandemiekrise sehr viel investiert haben, sonst hätten wir das letzte Jahr nicht überleben können, angesichts der 30-fachen Arbeitsbelastung und all der Herausforderungen, die wir im letzten Jahr hatten.

Die gute Nachricht ist, dass wir uns wirklich hingesetzt haben, um unsere MitarbeiterInnen zu verstehen. Im letzten Jahr haben wir basierend auf dem Feedback unserer MitarbeiterInnen, Gesundheitsleistungen für sie komplett erweitert. So zum Beispiel durch ein neues Programm für psychische Gesundheit, das sicherstellt, dass es Mittwochs keine internen Meetings gibt. Wir arbeiten auch mit anderen Organisationen zusammen, z.B. mit der American Heart Association für ein Happy-Half-Hour-Programm, um Strategien zur Stressreduktion mit anderen zu teilen. (…)

Mike Cannon Brookes: Ich mag die Ideen. Bei Atlassian ist eines der Dinge, die wir kürzlich getan haben, ein kreativer Auffrischungstag, bei dem die einzige Anweisung lautete, sich einen Tag zu nehmen und kreativ zu sein und etwas aufzufrischen. Wir hatten alles von Holzbearbeitung und Töpfern und andere physische Dinge, bis hin zu Leuten, die skizzieren und zeichnen, oder die Geschichten schreiben und viele mehr. Diese mussten nichts mit der Arbeit zu tun haben, sondern sollten eine kreative Erfrischung sein, die man aber mit der Firma teilen musste. Ich denke, der Nachhall um das Team herum war kulturell wirklich interessant, und die Leute lernten alle möglichen neuen Fähigkeiten kennen, die man in einer funktionalen Arbeitsumgebung nicht erhält.

„Ich sage oft, dass wir alle in den letzten 12 Monaten an dem weltweit größten Experiment der Telearbeit beteiligt waren, und dass sich das Gespräch nun auf die Frage verlagert, wie die Zukunft aussehen könnte oder sollte, wenn wir nicht von zu Hause aus arbeiten müssen.“ (Mike Cannon Brookes, Co-CEO Atlassian)

Lassen Sie uns also über die Beschleunigung der flexiblen Arbeit sprechen, die eher aus der Notwendigkeit als aus dem Design heraus entstanden ist. Ich sage oft, dass wir alle in den letzten 12 Monaten an dem weltweit größten Experiment der Telearbeit beteiligt waren, und dass sich das Gespräch nun auf die Frage verlagert, wie die Zukunft aussehen könnte oder sollte, wenn wir nicht von zu Hause aus arbeiten müssen. Aber wir haben viel mehr Möglichkeiten, richtig? (…) Ich schätze, wir haben ziemlich unterschiedliche Ansichten, und es gibt hier nicht eine einzige Antwort. Stuart, ich weiß, dass du ziemlich starke Meinungen hast, ob wir an dieser Welt der Fernarbeit festhalten sollten. Können wir oder sollen wir an Remote Arbeit festhalten? Und wenn ja, auf welche Art und Weise?

Stuart Butterfield: (…) Es gibt eine Art Annahme, dass alles, was bis Februar 2020 passiert ist, die wahre Realität ist und wir befinden uns jetzt in dieser Anomalie. Ob das nun eine Anomalie ist oder nicht, wir befinden uns mitten drin und die Leute haben sich bereits angepasst.

Ich habe gerade eine Statistik bekommen, dass zwanzig Prozent der AmerikanerInnen umgezogen sind, seit die Pandemie begonnen hat, was sich für mich unerhört hoch anhört. Ob das nun stimmt oder nicht, wir haben unseren Angestellten auf jeden Fall erlaubt umzuziehen, wir haben Leute eingestellt, die wir vorher nicht eingestellt haben.

Ich denke, die richtige Art, es zu betrachten, ist: Alles hat funktioniert, zumindest für uns. Und ich denke, dass wir im letzten Jahr wahrscheinlich geringfügig produktiver waren als im Jahr davor. (…) Dann gibt es noch das Büro als zusätzliches Werkzeug oder Ressource, die man der Ausrüstung hinzufügen kann, die wir im letzten Jahr um unsere digitale Infrastruktur herum aufgebaut haben. Das ist ziemlich aufregend, weil wir einfach viel mehr Möglichkeiten haben. Ich erwarte nicht, dass viele Leute von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr ins Büro kommen werden, es sei denn, ihr Job besteht speziell darin, im Büro zu sein. Viele Leute mögen diese Flexibilität. (…)

„Ich fühle mich 80-prozentig sicher bei dem, was ich sage, weil es definitiv noch eine Menge Ungewissheit gibt, aber ich schätze und meine Hoffnung ist, dass die Leute das als eine Gelegenheit sehen, die Art und Weise, wie sie arbeiten, neu zu definieren.“ (Stuart Butterfiel, CEO Slack)


Ich fühle mich 80-prozentig sicher bei dem, was ich sage, weil es definitiv noch eine Menge Ungewissheit gibt, aber ich schätze und meine Hoffnung ist, dass die Leute das als eine Gelegenheit sehen, die Art und Weise, wie sie arbeiten, neu zu definieren. Denn es ist ziemlich schwer, den Kopf über Wasser zu halten, um kritisch über Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken. Und dies ist eine der seltenen Chancen, die wir zu unseren Lebzeiten haben werden.

Mike Cannon Brookes: Ja, ich stimme zu, ich denke, dass es schwer ist, sich neu zu orientieren, wenn man gezwungen ist, etwas auf eine bestimmte Art und Weise zu tun. Eric, du weißt, dass Zoom ein wichtiges Element unserer drei Kulturen für Remote-Arbeit ist, aber ich weiß, dass du selbst mehr für eine hybride Umgebung plädierst, warum ist das so? Wie denkst du, dass es sich von hier aus auswirkt?

Eric Yuan, CEO Zoom: Ja, also zunächst einmal, ich stimme Stu zu, dass das Leben besser wird, wenn MitarbeiterInnen von überall aus der Ferne arbeiten können. Ich meine, nebenbei bemerkt, ich denke nicht, dass MitarbeiterInnen zurück ins Büro gehen sollten wie früher oder wir alle arbeiten fünf Tage die Woche aus der Ferne. Wir brauchen auch etwas soziale Interaktion. (…) Die Herausforderung wird sein, wie können wir sicherstellen, dass es keinen Produktivitätsverlust gibt? Das ist die Herausforderung Nummer eins. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass wir den MitarbeiterInnen die besten Werkzeuge zur Verfügung stellen. Die beste Art von Service, wie z.B. Jira, Trello oder Slack, Zoom. Sonst gibt es keine Unterstützung, wenn sie von zu Hause oder aus der Ferne arbeiten. Die beste Art von Service kann wirklich helfen, auch wenn jemand zurück ins Büro geht.

Besonders im Fall, dass fünf MitarbeiterInnen im großen Konferenzraum sitzen. Wenn ich aus der Ferne teilnehme – raten Sie mal, was ich fühle – nicht als wäre ich Teil dieser Unterhaltung. Die Frage ist, wie man sicherstellt, dass das Produkt sich wirklich entwickeln kann, um diese Anforderungen zu integrieren. (…) Hybrid kann dadurch ermöglicht werden, dass wir nicht nur in einer Ansicht erfolgreich sind, und durch eine Menge von Funktionserweiterungen. Ich glaube fest daran, dass Hybrid Arbeit die Zukunft ist, um den MitarbeiterInnen die Flexibilität zu geben, dass sie mit größeren Tools wie Jira oder Slack arbeiten können und nicht mehr im Büro zusammenarbeiten müssen.

Das Gespräch hört hier nicht auf, Sie können sich die erweiterte Version hier ansehen. Den zweiten Teil des Interviews lesen Sie in einer Woche auf dem GlobalLogic Atlassian Blog!

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Marie Orschulik

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