Star Wars und Scrum-Teams (Teil II)

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In dieser Blogreihe erläutern Oleksandra Skybina (Projektmanagerin & Leiterin der agilen Praxis) und Andrii Kulshan (Business Analyst & Product Owner) vom GlobalLogic-Entwicklungszentrum in Kharkiv die Struktur und Rollen eines agilen Scrum-Teams.


In Teil I unserer Blogreihe haben wir über die verschiedenen (und manchmal konvergierenden) Rollen des Product Owner, des Business Analysten und der Stakeholder in einer agilen Umgebung gesprochen. Jetzt wollen wir über das Entwicklungsteam sprechen, einschließlich der Rollen des Scrum Masters und des Managers.

Development Team

Development team responsibilities

Das Entwicklungsteam ist ein selbstorganisierendes System – ein Team von drei bis sieben Personen, die in der Lage sind, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Niemand kann dem Entwicklungsteam vorschreiben, wie viele Aufgaben es während der Iteration zu erledigen hat. Der Scrum Master und der Product Owner können Empfehlungen aussprechen, aber das Entwicklungsteam sollte die endgültige Entscheidung darüber treffen, wie viel Arbeit es sich vornimmt.

Das Team muss funktionsübergreifend sein, d. h. es sollte über alle Ressourcen verfügen, die für die Durchführung der erforderlichen Arbeiten im Sprint erforderlich sind. Wenn Sie einen Drittanbieter-Spezialisten benötigen, z. B. einen UX-Designer oder DevOps, sollte sich der Product Owner im Voraus um die Einbindung dieses Spezialisten kümmern. Sie müssen alles so planen, dass die Zahl der externen Abhängigkeiten zu Beginn des Sprints möglichst gering ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Scrum kennt keine Titel innerhalb des Teams. Die Meinung eines jeden Teammitglieds ist wichtig, und jeder kann bei der Bewertung von Stories mitreden. Wir bilden auch keine Unterteams innerhalb der Teams; das gesamte Scrum-Team ist eine Einheit.

Scrum Master

Scrum master role

Der Scrum Master (SM) hat fünf Hauptaufgaben:

1. Dem Team zu dienen: Dies ist das Hauptziel des SM. Wenn sich dem Team ein Hindernis in den Weg stellt, muss der SM es beseitigen.

2. Erleichterung von Ereignissen: Der SM moderiert die meisten Scrum-Events: Sprint-Planung, Standup, Retrospektiven, Demo-Meetings usw.

3. Das Team schulen: Das heißt, er schult die Teammitglieder im Umgang miteinander und mit Vertretern des Unternehmens, um Prozesse zu optimieren, ihre Effizienz zu steigern und zu erklären, welche Ziele das Team im aktuellen Sprint verfolgt und welche Erwartungen die Kunden haben.

4. Interaktion mit den Stakeholdern: Der SM muss den Stakeholdern beibringen, wie sie am besten mit dem Team interagieren können (z. B. welche Prozesse für das Projekt akzeptiert werden, wie sie mit dem Team zusammenarbeiten usw.)

5. Prozesse verbessern: Der SM verbessert ständig sein Wissen im Bereich Agile und Moderation. Er nutzt jede Gelegenheit, um die aktuellen Prozesse zu verbessern.

Kommen wir nun zu den beiden Hauptkonfigurationen, in denen der Scrum Master existieren kann: ein Mitglied des Entwicklungsteams oder ein spezieller Spezialist. Jede Konfiguration hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

Scrum Master als Teil des Entwicklungsteams

Vorteile: Der SM ist über alle Aspekte der Entwicklung innerhalb des Teams gut informiert. Er verfügt über ein ausreichendes Maß an Design- und technischem Wissen, um alle Details des aktuellen Projekts zu verstehen. Wenn er sieht, dass die weitere Entwicklung zusätzliche Ressourcen oder Kenntnisse erfordert, kann er das Team im Voraus warnen und bei der Planung des Prozesses helfen. Es liegt in ihrem Interesse als Entwickler oder QA, dass sich das Team auf die erforderliche Anzahl von Elementen festlegt.

Nachteile: Der SM hat sehr wenig Zeit für Moderation und Training, denn wenn man mehrere unerledigte Aufgaben hat, ist man der Moderation nicht mehr gewachsen.

Scrum Master als engagierter Spezialist

Vorteile: Der SM muss sich nicht zwischen zwei Rollen entscheiden (z. B. Entwickler/QA und der eigentliche Scrum Master), und er kann mehr Zeit für die Schulung des Teams aufwenden.

Nachteile: Der SM verfügt über weniger Design- und technisches Wissen, was seine Beteiligung an den Details der laufenden Aufgaben verringert.

Manager Role

Managerial Role

In Scrum-Projekten bewegen wir uns von der traditionellen Sichtweise des Managers als Projektleiter hin zu einer eher dienenden Führungsposition. So besteht die Aufgabe des Managers darin, alle notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um qualitativ hochwertige Produkte zu erstellen und eine Kultur rund um das Projekt zu formen. Er muss dem Team und dem Scrum Master helfen, Hindernisse zu beseitigen und Prozesse zu verbessern.

Der Manager beteiligt sich an der Bildung des Teams, ist für die berufliche Entwicklung der Mitarbeiter verantwortlich und hat den Finger am Puls des Teams. Der Manager muss verstehen, was in den Teams passiert, regelmäßige Treffen mit den Scrum Masters und dem Product Owner abhalten und die Entwicklungsprobleme verstehen. Andererseits muss er auch eng mit den Kunden zusammenarbeiten, um positive, langfristige Beziehungen zu ihnen aufzubauen.

Häufig übernimmt der Manager eine der Scrum-Rollen. Der Manager kann die Rolle des Product Owners übernehmen, aber unserer Meinung nach ist es besser, wenn der Manager der Scrum Master ist. Als PO kann der Manager versucht sein, das Team unter Druck zu setzen, um die Produktivität zu steigern (z. B. Aufgaben hinzuzufügen, ihr Volumen zu erhöhen usw.). Der Manager wird ausschließlich als eine Person wahrgenommen, die die Quelle der Aufgaben im Tracker ist. Dies kann dazu führen, dass das Team diesem Manager nicht vertraut und die Mitarbeiter ihre Probleme nicht mehr mitteilen.

Unserer Meinung nach ist es besser, die Rolle des Scrum Masters zu wählen, da dies sicherstellt, dass der Manager das Wissen über den Bereich und den Entwicklungsprozess hat. Als SM wird der Manager den Verantwortungsbereich des Teams besser verstehen, das Team und die Rolle/Status der einzelnen Personen kennenlernen und auch in der Lage sein, Hindernisse schnell zu überwinden.

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Andrii Kulshan

Consultant, Business Solutions

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